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NaturFreunde Selb e.V.
  
Sonntagswanderung über den  Wenderner Stein

Obwohl die Wettervorschau nichts Gutes versprach, starteten 21 Sonntagswanderer der NaturFreunde Selb, darunter auch zwei Gäste aus Hamburg, mit Privatautos in Fahrgemeinschaften in Richtung Bad Alexandersbad.
An der Luisenquelle, der Keimzelle des Heilbades vorbei, führte Irene Rödel die Gruppe zunächst durch das stille kleine Tal des Wenderner Baches bis zum einsamen Dörfchen Kleinwendern. Hier konnten einige alte Nutztierrassen, wie z.B. das Coburger Fuchsschaf, Sechsämterrotvieh oder Sundheimer Hühner entdeckt werden, die hier im Rahmen des „Arche-Projektes“ gehalten werden um dem Aussterben der bedrohten Tiere entgegen zu wirken.
Neben der einzigartigen Natur mit den vielen Granitfelsen am Hang, den so genannten Wandersteinen, und einem Wiesenbiotop mit seltenen Pflanzen bietet das Dörfchen auch ein Wellness-Landhotel für Erholungssuchende.
Nach leichtem Bergauf im noch etwas verschneiten Fichtenwald war rechtzeitig für die Mittagsrast das geschützte Naturdenkmal „Wenderner Stein“ erreicht. Die großen, imposanten Phyllithfelsen, ein leicht verwitterndes Urschiefergestein, sind eine Seltenheit in unserem granitenen Fichtelgebirge. Die Aussicht auf die gegenüber liegenden Bergrücken von Kösseine, Burgstein und Luisenburg hätten vom nahen Waldrand aus genossen werden sollen, jedoch blieb der nahe Horizont heute in Nebel gehüllt.
Das folgende Wegstück verlief zwar eben, jedoch erforderten die nassen und noch mit Schnee gefüllten Spuren besondere Aufmerksamkeit, bis endlich ein trockener Pfad zu einer kurzen Aussicht auf die Ausläufer von Marktredwitz – Dörflas und Waldershof führte. Ein Weitblick fehlte allerdings auch hier.
Nach der Durchquerung des Marktredwitzer Stadtwaldes und der Unterführung der B 303 pfiff der Wind ordentlich auf der Höhe über Tiefenbach. Wieder war der Rundblick sehr eingeschränkt, lediglich das nahe Bad Alexandersbad war auszumachen, bevor sich der immer uriger werdende Pfad durch den Wald hinab schlängelte, um dann in etwas Abstand wieder den Wenderner Bach zu begleiten, der beim nahen Juliushammer in die Röslau mündet. Direkt mystisch mutet das kleine Wiesental mit dem natürlich mäandernden Wasserlauf an, und der - woher auch immer stammende Name -  „Demutstal“ beflügelte die Phantasie der Wanderer. Beim ehemaligen Hammerwerk Dünkelhammer, das in alten Zeiten die Wasserkraft des Baches nutzte, führte nochmals ein Durchlass unter der Bundesstraße hindurch, und in der nahen Roglermühle wurde man schließlich zur gemütliche Einkehr willkommen geheißen.
  Man stellte sich vor, wie die Tour mit blühenden Wiesen, Sonnenschein und blauem Himmel ausgefallen wäre, trotzdem hat es niemand bereut
  dabei gewesen zu sein, denn unsere schöne Heimat bietet bei jeder Jahreszeit unvergessliche Eindrücke.