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NaturFreunde Selb e.V.
  
Wanderwoche in Arzl im Pitztal 

Zum wiederholten Mal hatten die NaturFreunde Selb zu einer Wanderwoche in Arzl im Tiroler Pitztal eingeladen.
Von Irene und Jürgen Rödel in bewährter Weise organisiert, trafen 14 Reisende nach planmäßiger Bahnfahrt pünktlich am Bahnhof in Imst ein, um vom Hotelchef persönlich mit Kleinbus abgeholt zu werden. Das Hotel Arzlerhof in aussichtsreicher Lage am Eingang des Pitztales ließ keine Wünsche offen: blitzsaubere Zimmer, eine großzügige Wellnes-Landschaft sowie hervorragende Verpflegung mit üppigem Frühstücksbuffet, Mittagsimbiss und erlesenem 5-Gänge-Abendmenü waren Garanten für einen angenehmen Aufenthalt. Mit der Bushaltestelle vor dem Haus und dem netten einheimischen Wanderführer Franz war der Service perfekt.
Einen ersten Eindruck von der prächtigen Bergwelt vermittelte am ersten Tag die Eingehtour entlang der Pitze, die dem Tal den Namen gibt. Von Mittelberg am Talende aus wanderte man gemütlich durch saftige Blumenwiesen, eingerahmt von den imposanten Dreitausendern des Geigenkammes und des Kaunergrates bis zum Bio- Hotel mit Kneippanlage in Stillebach und weiter bis St. Leonhard.
Das Naturparkhaus Kaunergrat war Ausgangspunkt am nächsten Tag. Zuerst genoss man jedoch die atemberaubende Aussicht vom „Gachen Blick“ hinab in das 700 Meter tiefer liegende Inntal und die sonnenbeschienenen Gipfel der Samnaungruppe gegenüber, links bis zum Reschenpass und rechts in Richtung Arlberg. Nach einem gemeinsamen Wegstück trennte sich die Gruppe, um entweder flotten Schrittes über die Kielebergalm den Abstieg hinab nach Wenns anzugehen oder auf bequemen Wegen am romantischen Gelände des Harbeweihers die Höhen zu umrunden und anschließend auf der Terrasse des Café Restaurant Gachenblick zu relaxen. Ganz entspannt trat man auch wieder die Rückfahrt mit dem Linienbus an, der mehrmals täglich die Gäste befördert und jeden Tag von den Selbern genutzt wurde.
 
Ein Höhepunkt der Woche war wohl das Hochzeiger-Gebiet. Von der Mittelstation der Bergbahn aus ging es für die sportliche Gruppe über das aussichtsreiche Oberlangtal mit Zugspitz-Panorama zur Leiner Alm und durch zauberhaft anmutenden Zirbenwald hinab zur Talstation.
Die Genusswanderer nutzten den Sessellift hinauf zum Sechszeiger in 2400 Meter Höhe. Eine Orientierungstafel erläuterte den 360°-Rundblick von den zum Greifen nahen Zacken des Hochzeigers und seiner Nachbarn über Venetberg und Tschirgant mit den Lechtaler Alpen und dem Wettersteingebirge am Horizont und dem Inntal im Vordergrund. Nach dem Abstieg über steile Bergwiesen mit blühende Alpenrosen und seltenen Blumen wie z. B. dem getüpfelten Enzian, folgte die obligatorische Einkehr im Zeigerrestaurant und danach die Abfahrt mit der Gondelbahn.
Dreigeteilt verlief der folgende Tag: Während eine kleine Gruppe ein weiteres Stück Talweg erkundete, bewältigten die Sportlichen mehr als tausend Höhenmeter, um die besondere Atmosphäre am Gipfelkreuz des 2.305 m hohen  Rosskopfes zu genießen. Der Hotelchef persönlich kümmerte sich um die „normalen“ Wanderer und führte sie vom Talgrund hoch bis zur Arzler Alm, wo die Enge des Tales besonders eindrücklich zur Geltung kommt.
Trotz der Anstrengungen des Tages wurde am Abend im Hotel noch fleißig das Tanzbein geschwungen. Die wildromantische Rosengartenschlucht bei Imst, eine Liftfahrt zur Untermarkter Alm, zünftige Mittagsjause in der Latschenhütte sowie eine malerische Alpenlandschaft bei Sonnenschein und blauem Himmel waren die Highlights am letzten Wandertag.
Etwas wehmütig nahmen die Wanderfreunde Abschied und ließen bei der Heimfahrt im Zug die auch vom Wetter begünstigte schöne Woche nochmals Revue passieren, wobei auch schon Pläne für eine Wiederkehr geschmiedet wurden.